Bibliothekarische

Fortbildung

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Typographiegeschichte im 15. und 16. Jahrhundert

Do., 15. März 2018, 10:00–17:00 Uhr

Zielgruppe:

Beschäftigte aus wissenschaftlichen Bibliotheken, die mit gedruckten Altbeständen des 15. und frühen 16. Jahrhunderts arbeiten

Inhalt:

Bei der Arbeit mit Inkunabeln und Frühdrucken sind immer wieder Grundkenntnisse der frühen Typographiegeschichte erforderlich. Dies beinhaltet:

  • Historische Schriftschnitte (Mikrotypographie)
  • Typische Layoutformen der frühen Neuzeit (Makrotypographie)

Neben der Vermittlung der grundlegenden Kenntnisse der frühneuzeitlichen Typographie werden die zentralen Hilfsmittel zur typographischen Bestimmung von Druckwerken vorgestellt.

Den Abschluss bildet eine intensive Übungseinheit, in der anhand praktischer Aufgaben die vermittelten Inhalte vertieft und gefestigt werden. 

Durch diese Kenntnisse können Besonderheiten und heute nicht mehr übliche Gestaltungsformen früher Druckwerke erklärt und damit abseits des Textinhalts eine weitere Bedeutungsebene typographischer Kommunikation erschlossen werden. Daneben kann die typographische Analyse aber auch sehr konkret als praktisches Hilfsmittel bei der Datierung und Lokalisierung umfirmierter Druckwerke oder der Identifikation von Druckfragmenten herangezogen werden. 

Verlauf:

  • Technikgeschichtlicher Überblick: Typenguss, Satzerstellung, Drucktechnik des 15./16. Jahrhunderts
    Durch das Wissen um die technischen Gegebenheiten des frühen Buchdrucks lassen sich viele Phänomene in frühen Drucken erklären, insbesondere auch ‚Störungen‘ wie Druckvarianten, Mischexemplare, Titelauflagen und ähnliches, die bei der Katalogisierung früher Drucke häufig zu Problemen führen.
  • Grundlagen der Schrift- und Layoutgeschichte, vor allem in Hinblick auf den Zusammenhang von Inhalt und Druckgestaltung (Textsortentypographie)
  • Einführung in die typographische Beschreibung und Analyse nach der Proctor-Haeblerschen Methode
    • Hilfsmittel: Typenrepertorium und Gesamtkatalog der Wiegendrucke
    • Praktischer Umgang unter besonderer Berücksichtigung der Vermittlung von Recherchestrategien zur Bestimmung von Druckfragmenten.
Referent/in:

Dr. Oliver Duntze, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz

Termin:


Do., 15. März 2018, 10:00–17:00 Uhr

Ort:

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, Hannover, Seminarraum B 0.07

Teilnehmerzahl:

16

Veranstalter:

Zentrum für Aus- und Fortbildung der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Anmeldeschluss:

12.02.2018

Link zur Anmeldung

1. Halbjahr 2018

(PDF, 501 KB)

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